Das geheime Grab in den Westbergen

Auf der Suche nach den Minggräbern besuchten wir oft das Tal der dreizehn Gräber im Norden von Beijing. Dort hatte uns eine Bäuerin erzählt, dass es noch ein weiteres Grab in den Bergen geben sollte. Dieses Kaisergrab sollte westlich von Beijing liegen, in der Nähe des Sommerpalastes zwischen dem Goldberg und dem Jadequellenberg.

Zwei Berge und ein Orakelbrunnen

Einige Male fuhren wir vergebens in den Westen Beijings. Wir befragten die Bewohner im Dorf 娘娘府 Niang niang fu und alle waren sehr bemüht, uns zu helfen. In den Jahren zuvor wurden viele neue Straßen in Beijing gebaut. Es schien mir, als hätten die Bewohner dieser Gegend das Grab von Kaiser Jingtai vergessen, denn vom Kaiser Jingtai hatten sie noch nichts gehört und sie waren sicher, dass es kein Kaisergrab in der Nähe gäbe.

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Die Minggräber

Insgesamt regierten 16  Kaiser in der Zeit von 1368 bis 1644 das Reich der Mitte. Nach Jahrhunderte langer Fremdherrschaft durch die Dschurdschen und Mongolen kamen mit den Ming-Kaisern wieder ein rein chinesisches Geschlecht an die Macht.

Das Land entwickelte sich prächtig, die Bevölkerungszahl verdoppelte sich. Die Expeditionen der Handelsflotte wurden weltbekannt. In Beijing wurden der Kaiserpalast und der Himmelstempel gebaut. Das Porzellan der Ming bekam Weltruhm. Die Macht im Staat konzentrierte sich auf die Person des Kaisers. Er hatte das Mandat des Himmels.

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