Rückkehr zur Tradition

Als ich in den neunziger Jahren in China lebte, hatten Plastik und Plastikmöbel einen hohen Stellenwert. Plastik wäre das allermodernste und das allerfeinste, so sagten meine chinesischen Freunde. Die US-Lebensart kam gerade nach China, und jeder, der es sich leisten konnte, wollte den Westen kopieren und ein Stück davon in der Wohnung haben. Dazu kam, dass die Holzmöbel, die zu der Zeit produziert wurden, von sehr schlechter Qualität waren, sie wurden aus einfachen Sperrholzplatten zusammen genagelt. Als ich nun meine Wohnung in Beijing einrichten musste, suchte ich nach traditionellen chinesischen Möbeln und besuchte einen Antikmarkt nahe des Ritan-Parks. In zwei Hallen wurden Raritäten und Kuriositäten vom Feinsten angeboten. Ich war begeistert und besuchte nun fast jedes Wochenende diesen Markt und lernte die Geschichte der chinesischen Möbel kennen. Und ich kaufte mir nicht nur einen Schrank, sondern auch Reisbehälter, geschnitzte Fenster und sogar einen Huthalter. Meine Freunde kamen zu Besuch mit Plastikgeschenken und ich führte stolz meine Schätze vor, die sie aber als Müll (垃圾 La ji ) betitelten. Das hielt mich aber nicht davon ab, in den nächsten Jahren weitere Antikmärkte aufzusuchen und die chinesische Lebensart zu studieren. Rückkehr zur Tradition weiterlesen

Die Welt der Zeichen

Steinabreibungen

Steinabreibungen wurden bereits in der Han-Dynastie erfunden. Zum Verkauf an Pilger wurden in den buddhistischen Klöstern noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Abreibungen von in Stein gehauenen Reliefs der Heiligen und der beliebtesten Sutras angefertigt.

Hergestellt wurden Steinabreibungen im Positiv- wie auch im Negativdruck. Für die Herstellung des Negativdrucks wurde auf die hochstehenden Teile des Reliefs Farbe aufgetragen, angefeuchtetes Papier über die eingefärbte Stelle gelegt und das Papier von hinten mit einem Ballen abgerieben. Der somit entstandene Druck zeigt das zu druckende Motiv in dunklen Linien auf dem hellen Hintergrund des Papiers.

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Ein Bild durchwandern

Die traditionelle chinesische Malerei hat eine lange Geschichte. Seit über 5000 Jahren gibt es Wandgemälde in Tempeln, Grabkammern und Palästen.

Einen bedeutenden Teil nehmen die Tuschebilder ein. Tusche und Wasserfarben werden auf Papier und Seide aufgetragen.

Laden im Fuxue Hutong
Laden im Fuxue Hutong

Die Tuschemalerei ( 水墨画 shui mo hua) ist der Kalligraphie sehr angelehnt, Schreiben und Malen sind in China durch den bildhaften Charakter der chinesischen Schrift eng miteinander verbunden.

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Living in Chinese Style

Chinese furniture has a long history. The earliest piece of furniture was found in a tomb from the late Warring States period (战国时期475 to 221 BC). Back then people knelt on mats, so the furniture was low and cater to a lifestyle in which people ate, slept and worked on the ground.

By the sixth century high chairs and tables appeared, and during the Song dynasty (宋朝960-1279) a multitude of furniture pieces was made for all purposes.

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Grabbeigaben in China

Damen, pastellfarbig
Damen, pastellfarbig bemalt, aus der Tang-Dynastie, Zhaoling in Xi’an
Kamel mit Frau und Kindern
Kamel mit Frau und Dienern, Drei-Farben-Glasur, Tang-Dynastie, Xi’an
Grabbeigabe aus der Han-Dynastie
Grabbeigabe aus der Han-Dynastie, Xuzhou
mystische r Grabwächter aus der Tang-Dynastie
mystischer Grabwächter aus der Tang-Dynastie
zart colorierte Frauenfigur aus der Han-Dynastie, Xuzhou
zart colorierte Frauenfigur aus der Han-Dynastie, Xuzhou
Pferd geteilt,naturfarben, Han-Dynastie, Xuzhou
Pferd geteilt, naturfarben, Han-Dynastie, Xuzhou
Diener, dreifarbig glasiert. Tang-Dynastie, Xi'an
Diener, dreifarbig glasiert.
Tang-Dynastie, Xi’an
knieende Musikantin, dreifarbig glasiert, Tang-Dynastie, Xi'an
knieende Musikantin, dreifarbig glasiert, Tang-Dynastie, Xi’an
Hofdame, dreifarbig glasiert, Tang-Dynastie, Xi'an
Hofdame, dreifarbig glasiert, Tang-Dynastie, Xi’an

 

Musikant auf Pferd, dreifarbig, Tang-Dynastie, Xi'an
Musikant auf Pferd, dreifarbig, Tang-Dynastie, Xi’an
Tänzerin, dreifarbig, Tang-Dynastie, Xi'an
Tänzerin, dreifarbig glasiert,Tang-Dynastie, Xi’an

 

Die Holzarten

Chinesen nennen einen alten Baum, dessen Holz für Möbel verarbeitet wird, oft shen mu ,Baum der Götter. Sie bewundern nicht nur das Alter des Holzes, sondern auch die Geschicklichkeit eines Handwerkers. Hartes Holz mit feiner Maserung wird vom Tischler bevorzugt. Oft sind es duftende Hölzer wie Sandelholz oder Kampfer.

Stamm einer Eiche

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Die Geschichte der chinesischen Möbel

中式家具

GuheHuangHut
Antikmarkt in Guhe, Guangdong

Die Geschichte der chinesischen Möbel lässt sich bis in die Zeit der Streitenden Reiche 战国(475 bis 221) zurückverfolgen. Das älteste bislang gefundene Möbelstück stammt aus der Epoche des Königreichs Shu (263 bis 221). Damals lebten, schliefen und arbeiteten die Menschen auf Matten. Die Leute knieten, saßen auf ihren Fersen oder im Lotussitz. Aus diesem Grund waren die Möbel niedrig gehalten. Die ausgegrabenen Möbel waren schwarz lackiert mit Malereien in Gold, Silber und Gelb. Auch Einlagen mit Jadestücken kamen schon zu dieser Zeit vor, sowie bronzene Tiermasken als Schlösser. Die Geschichte der chinesischen Möbel weiterlesen

Die Rangabzeichen der Beamten

宫员的補子

Die Rangabzeichen (chin.: 補子engl.: mandarin square) zeigten den Rang eines Beamten (Mandarin) in der Kaiserzeit an. Sie wurden auf der Vorder- und Hinterseite der offiziellen Kleidung getragen.
Die Historie dieser Abzeichen geht bis auf die Han-Dynastie zurück. Es gab je neun Ränge für die Zivilbeamten und für die Militärbeamten. Die Abbildungen der Tiere wechselte zu unterschiedlichen Zeiten.
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